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Mehr als eine Schulgesetzdebatte…
wir hoffen, Sie haben in den letzten Tagen etwas den Überblick in der aktuellen Schulgesetzdebatte behalten, obwohl die mangelhafte Transparenz dies nicht gerade leicht macht.
Da das Verfahren zur Gesetzesänderung in die letzte Phase ging, und offenbar Finanzkürzungen im Landeshaushalt vor allem an Schulen in freier Trägerschaft „durchgereicht“ werden sollen, ohne die Schulen innerhalb eines Schultyps (z.B. der Gesamtschule) zu unterscheiden, beschloss der Schulelternrat kurzfristig, in der Sache als auch in der Öffentlichkeit aktiv zu werden.
Schulgesetz und Folgen
Die Sachlagen waren dürftig, die ministeriellen Angaben für die Presse z.T. eindeutig manipulierend bzw. gegen alle Regeln der Statistik (Schulstoff der Oberstufe) verstoßend. Ein Streitpunkt in der öffentlichen Diskussion war seit langem schon der pro Schüler im jeweiligen Schultyp verausgabte Durchschnittsbetrag von Mitteln. Er soll künftig die Basis zur Berechnung der Personalkostenzuschüsse für unsere Schule werden. Ohne Betrachtung der bisherigen (ganz legalen) Bildungsangebote jeder einzelnen Schule, würden dann pro Schüler Finanzen der „MV-Durchschnitt-Gesamtschule“ zugewiesen. Nach letztem Stand gilt dies auch für öffentliche Schulen. Diese stehen damit zum Teil vor ähnlichen Problemen, würden aber im Fall des Falles zwangsläufig Angebote einstellen müssen.
Bei uns stünde als Alternative die Schulgelderhöhung; damit hätten wir die Wahl zwischen Pest und Cholera. Viele Kinder wären bei einer Schulgelderhöhung dramatisch betroffen; nicht weniger dramatisch fiele z.B. eine Aufgabe des Ganztagsangebots oder spezieller Förderangebote für viele Schüler ins Gewicht. Es käme womöglich in beiden Fällen zum erzwungenen Schulwechsel von Kindern. Bei der Schulgelderhöhung droht auch die „innerfamiliäre“ Kompensation, die wir natürlich „übersehen“ könnten, obwohl wir genau wissen, dass sie die Kinder ähnlich trifft: Eltern machen noch mehr Sonderdienste, die Musikschule und der Urlaub werden endgültig gestrichen, Geschwister besuchen unterschiedliche Schulen, …
Eigeninitiative
Die Idee, mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion in unserer Schule, Landtagspolitiker - die letztendlich über das Gesetz entscheiden - unter Druck zu setzen, den Ministerialbeamten genau auf die Finger zu schauen und sich nicht mit polemischen Halbwahrheiten vorführen zu lassen, hat sicherlich funktioniert. Relativ einhellig haben sich die Politiker auch gegen die geplante und zusätzlich diskriminierende Zahlung um 2 Jahre „entkoppelter“ Reallöhne an freie Schulen ausgesprochen, die eine Finanzierung noch unter dem Durchschnitt realer Personalkosten im jeweiligen Schuljahr bedeuten würde, wenn die geplante Regelung doch erhalten bleibt.
Der Gewinn in der Sache war ein kleiner, aber man kann offenbar wahrgenommen werden, wenn WIR-Eltern und Eltern überhaupt einig sind und uns dann auch die immer fehlende Zeit aus den Rippen schneiden, um etwas zu tun. (Vielen Dank den Eltern, die spontan zu uns gestoßen sind oder - zum Teil weit entfernt von Rostock - über WIR-ELTERN(at)googlegroups.com die Moral hoch hielten bzw. halten!)
Nabelschau im Inseldasein
Selbstkritisch müssen wir uns allerdings fragen, warum z.B. in der Stellungnahme des Landeselternrates zum Gesetz kein Wort zu Paragraphen fällt, die freie Schulen per se betreffen. In den Augen vieler Stadteltern sind wir eine Elite (im negativ belasteten Sinne), die wir eigentlich nicht sein wollen. Es ist an jedem Einzelnen, sich immer wieder für die Belange ALLER Schüler Mecklenburg-Vorpommerns einzusetzen. Bildung ist ein hohes Gut, das sich eben nicht nur im beschützten Kreis einiger weniger Schulen befinden sollte. Die Schullandschaft um uns herum darf uns nicht egal sein, wenn wir gleichermaßen Toleranz und Unterstützung von Stadt und Land einfordern. Auch in Entscheidungsgremien sitzen Eltern! Wie solidarisierungsfähig sind WIR (Eltern und Schüler) objektiv noch?
Der Stadtelternrat hat aktuell Protest beim Senat der Stadt eingelegt, da der Bereich Schule der einzige (!) ist, in dem im nächsten Haushalt insgesamt Kürzungen wirksam werden sollen! Frei werdende Mittel durch sinkende Schülerzahlen werden somit zur Sanierung der Stadt, nicht zur Verbesserung der oft beschämenden Sachmittelausstattung an den Schulen genutzt. Eine landesweite Initiative gegen die Kürzungen im Bildungsbereich (www.m-v-bildung-ist-zukunft.de) kann vielleicht jeder von uns zumindest moralisch unterstützen, in dem er sich im Email-Verteiler registrieren lässt.
Was kann noch getan werden
Wir bitten alle Eltern weiterhin direkt auf Abgeordnete einzuwirken (u.a. Postkarten- und Briefaktion) und auf allen möglichen Wegen in der Öffentlichkeit „Druck“ für alle Schüler dieses Landes zu machen, nicht nachzulassen sowie über unsere Schule hinauszuschauen. Die Zeit ist reif für Schulreformen, da stimmen wir Herrn Tesch zu, aber es sollte dabei nicht an der Zukunft der Schüler und des Landes gespart werden. Die „selbstständige Schule“ bliebe so am Ende nur Makulatur.
Verstopfte Kanäle
Insgesamt hatten wir das Gefühl, dass der unmittelbare Informationsfluss zu den Eltern (ohne Belastung der Stammgruppenleiterinnen und Stammgruppenleiter) oft schlecht funktioniert, da wahrscheinlich die Email-Verteiler in vielen Stammgruppen veraltet oder unvollständig sind. Da wir ggf. noch sehr viel stürmischere Tage nicht ausschließen können, an denen wir jede helfende Hand dringend brauchen, wäre es gut, wenn die Verteiler in Ordnung kämen bzw. Einträge in die o.g. Google-Group erfolgen. Manchmal wäre uns in den letzten Tagen mit einer halben Stunde Aufwand sehr geholfen worden; da wir sie selbst nicht hatten, blieben gute Ideen leider nicht umgesetzt. Und ein paar Gäste hätten ja noch gut in der Aula Platz gefunden.
Danke
Wir danken ganz herzlich für die flexible und hilfreiche Unterstützung durch die Schulleitung und die engagierten MitarbeiterInnen unserer Schule (auch in späten Abendstunden…) in Vorbereitung der Podiumsdiskussion bzw. beim Vor- und Nachbereiten der Aula und beim Betreiben der Technik!
Mitglieder des Elternrates:
Sigrid Sagert, Christian Peter
Mittelkürzungen für Privatschulen
Liebe Eltern,
wie wir alle wissen, hat die Landesregierung vor, im Rahmen der Änderung des Schulgesetzes die Mittel für Schulen in privater Trägerschaft zu kürzen. Die dadurch erzwungene Erhöhung der Elternbeiträge an unserer Schule werden momentan mit bis zu 100 Euro pro Kind und Monat geschätzt. Da das Gesetz bereits in 2 Wochen dem Parlament zur ersten Lesung vorgelegt werden soll, ist jetzt die Zeit zum Handeln!
Der Elternrat hat auf seiner Sitzung am 20. Oktober beschlossen, Vertreter der Landtagsfraktionen in unsere Schule einzuladen, um die Position ihrer Fraktionen zum Schulgesetzentwurf zu erläutern und im Rahmen einer Podiumsdiskussion Rede und Antwort zu stehen. Wir werden ebenfalls Vertreter der Medien einladen, um das Gesagte wirksam in die Öffentlichkeit zu tragen.
Kommt am Mittwoch, den 12. November um 19.00 Uhr in die Schule und sagt den Abgeordneten Eure Meinung. Stellt Eure Fragen, sagt Eure Sicht auf die Dinge, und diskutiert mit den Volksvertretern! Lasst uns so viele wie möglich sein, um sowohl bei den Politikern als auch den Medien einen starken Eindruck zu hinterlassen. Macht das Ereignis bekannt und bringt Freunde, Bekannte, Nachbarn … mit, denen die freie Schulwahl zu erschwinglichen Kosten am Herzen liegt. Wir werden auch offiziell die Eltern der anderen betroffenen Schulen in Rostock einladen.
Macht mit! Jetzt ist die Zeit! In 6 Wochen wird abgestimmt.
Euer Elternrat
PS: Die nächste öffentliche Zusammenkunft des Elternrates zu diesem Thema findet an diesem Freitag, 24. Oktober, um 19.00 Uhr statt. Kommt und bringt Euch ein!
Hier nur kurz, mehr Infos folgen separat:
1. Es wird eine vom Verband Deutscher Privatschulen initiierte Postkartenaktion geben. Es können dann vorgedruckte Postkarten an Abgeordnete geschickt werden, um auf die Konsequenzen und bisweilen falschen Informationen aufmerksam zu machen.
2. Persönliche Briefe an Abgeordnete machen natürlich ebenso wenn nicht gar mehr Eindruck bei den Herren und Damen. Macht auch hiervon gebrauch! Es können ganz nach Belieben Angstszenarien geschildert, Fragen zum kommenden Wahljahr und der angekündigten Bildungsoffensive gestellt, oder persönliche Meinungen geäußert werden.
3. Schön sind auch Postkarten von Schülern, die darum bitten, weiterhin auf diese schöne Schule gehen zu können. Niedliche Grundschülerhandschriften punkten hier wohl am meisten.
Kurz: seid jetzt kreativ und erspart euch so monatlich 100 € pro Kind für die nächsten Jahre!
Anhang:
Hintergrundinfos zur Schulgesetzänderung
Briefentwurf
Anschriften aller Landtagsabgeordneten
WiR trifft Tansania!
Von: Rougui Gimpel
Liebe Kinder und Eltern,
wir bedanken uns recht herzlich für die Bereitschaft, tansanische Gäste aufzunehmen. Leider hatten wir nicht genug Gäste für alle! Trotzdem soll jeder, der Lust hat, die sieben tansanischen Zwerge kennen zu lernen und sich mit ihren Betreuern auszutauschen, auch die Möglichkeit dazu erhalten.
Achtung!!! Es gibt wichtige Änderungen bezüglich der Abschlussveranstaltung und des Buffets.
Musik-Kunsttag in der Rock- & Popschule Rostock
Von: Dirk Wüstenberg
Am 17.10. 08 führte die Musiker und Lehrer der Rostocker Rock- und Popschule mit Schülern der Stammgruppe 7/8 einen Musikworkshop durch. Die Schüler erprobten sich an unterschiedlichen Instrumenten, erfanden Rhythmen und Melodien, und setzten sie an entsprechenden Instrumenten, wie Drums, Bass, Gitarren und Saxophon um.
Das Interesse war groß und doch gelang es auch aufgrund einer entsprechend hohen Anzahl an Lehrern, dem individuellen Anspruch Einzelner zu genügen.
Diese Station innerhalb des Musik-Kunst-Tages wird allen Beteiligten in guter Erinnerung bleiben.
Vielen Dank, speziell auch Christian Hänsel, dem Leiter der RPS, für den gelungenen Workshop!
Musik-Kunsttag mit Reinhard Lippert in der Werkstattschule Rostock
Von: Dirk Wüstenberg
Ausdrucksvoll und anschaulich gestaltete der Schweriner Komponist Reinhard Lippert einen Workshop am 17.10.2008 im Musikraum der Werkstattschule Rostock.
Im Rahmen des Kunst-Musik-Tages erfuhren 17 Schüler der Stammgruppe 7/8 Bemerkenswertes aus dem Leben des Musikers, Komponisten und Improvisatoren.
Während er mit den Schülern über die Formen zeitgenössischer Musik sprach, bezog er sie immer wieder in den Improvisationsprozess mit ein, indem er Sprechstücke rhythmisch und instrumental begleiten ließ.
Reinhard Lippert griff Ideen der Schüler auf und setzte sie am Flügel um; es entstand ein facettenreiches Wechselspiel zwischen Ordnung und Improvisation. Außerdem wurden Sprechstücke aus dem Bereich des Dadaismus an Schlagzeug, Trommeln, mit Congas, Djemben sowie Keyboards und Geige begleitet.
Am Ende entstanden musikalische Miniaturen auf einer qualitativ ansprechenden Stufe. Trotz des regen Interesses und damit verbundenen Andranges konnte der Komponist dem persönlichen Bedürfnis einzelner Schüler gerecht werden und wird allen in guter Erinnerung bleiben.
Ad fontes - zu den Quellen
Philipp Melanchton


